Die polnische Hafenstadt Danzig führt in ihrem Wappen eine kluge Maxime: Weder unbesonnen noch furchtsam. Für beide Eigenschaften gibt es in der Stadtgeschichte zahlreiche Zeugnisse.

Das Denkmal für die gefallenen Werftarbeiter von 1970 erinnert daran, wie wenig furchtsam diese Polen waren, die gegen die kommunistische Herrschaft rebellierten. Einer aus ihren Reihen wurde später sogar Präsident des Landes. Eher unbesonnen ist der heutige Streit um die politische Deutung der Vergangenheit im Danziger Weltkriegsmuseum. Wie patriotisch soll der Blick auf die polnische Geschichte sein? Was wird erzählt, was verschwiegen?

Unumstritten ist das Denkmal für den in Danzig geborenen deutschen Literaturnobelpreisträger Günther Grass. Und an der Ehrenbürgerschaft für den verstorbenen Helmut Kohl rüttelt auch niemand in Danzig. In der ehemaligen Hansestadt ist man immer noch weltoffen. Über das Wasser der Ostsee kamen in der europäischen Geschichte nämlich nicht nur Waren, sondern auch Menschen und Ideen. Das prägt.

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