Der Papst ist zurück in Rom. Nach einem historischen Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zum ersten Mal überhaupt durfte ein Papst auf der Arabischen Halbinsel eine Messe lesen, vor 120.000 Teilnehmern, unter ihnen auch Tausende Muslime.

Franziskus wurde am Golf mit allen diplomatischen Ehren empfangen: Die islamischen Scheichtümer inszenierten sich als Hort der religiösen Toleranz. Aber das ist nur der schöne Schein. Denn Christen sind in islamischen Ländern meist Bürger zweiter Klasse. Religiöse Fundamentalisten verachten sie als Ungläubige. Und mit antichristlichen Gefühlen lassen sich politische Konflikte anstacheln, mit Gewalt gegen Christen Machtpolitik betreiben. In der Türkei aber auch in Indien treiben Regierungen ihre religiös-nationalistische Agenda voran, um die Anhänger ihrer jeweiligen Mehrheitsreligion hinter sich zu scharen und gleichzeitig den Druck auf Christen und andere religiöse Minderheiten zu erhöhen.

Besonders laut sind die Proteste dagegen hierzulande nicht. Christenverfolgung ist kein Thema, das die deutsche Zivilgesellschaft auf die Straße treibt. Umso wichtiger, dass der Papst zusammen  mit muslimischen Theologen ein Bekenntnis für Pluralität und friedliches Miteinander abgelegt hat. Können sich Christen künftig darauf berufen?

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