Gewaltsame Zusammenstöße zwischen militanten Demonstranten und Einsatzkräften - die Wut der französischen Gelbwesten nimmt nicht ab. Am vergangenen Wochenende protestierten wieder mehr als 50.000 Menschen auf Frankreichs Straßen gegen die Reformpläne ihres Präsidenten.

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Es ist der Aufstand der Provinz. Und es scheint so, als hätte der in Frankreich hymnisch gefeierte Autor Michel Houellebecq in seinem gerade erschienenen neuen Roman "Serotonin" die Wirklichkeit mal wieder vorweggenommen mit einer Szene über normannische Milchbauern, die eine Autobahn blockieren und dann bewaffneten Polizeieinheiten gegenüberstehen.

Der Erscheinungstag des Buches wurde vorverlegt. Es sollte am 7. Januar in den Buchläden erscheinen, dem Jahrestag des Anschlags auf die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" vor vier Jahren. Just an dem Tag erschien Houellebecqs Roman "Unterwerfung", in dem ein gemäßigter Muslim Präsident wird. Es ist anders gekommen, wie wir wissen. Aber der seit eineinhalb Jahren amtierende Präsident Emmanuel Macron muss nicht nur die eskalierende Gewalt im eigenen Land fürchten, sondern auch die Angriffe der Rechten - pünktlich zur bevorstehenden Europawahl im Mai.

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