Ostermontag des Jahres 1917 in Zürich: Der exilierte russische Revolutionär mit dem Kampfnamen Lenin besteigt mit einigen Kampfgenossen den Zug in seine Heimat. Dort soll er den Zaren stürzen.

Strippenzieher dieser Umsturzpläne ist die Oberste Heeresleitung des Deutschen Kaiserreichs. Es befindet sich 1917 im Krieg mit Russland und wäre den Zaren gerne los. Der Coup gelingt, Lenin steigt nach acht Tagen Fahrt aus dem Zug und verändert die Weltgeschichte. Ausgerechnet mit deutschem Geld und deutscher Bahn-Logistik wird also die Revolution nach Russland importiert.

Das ist hundert Jahre her. Aber seither ist die Furcht vor importierten Umstürzen in Europa nicht verschwunden. Autokraten fürchten allerdings weniger den einen Revolutionär, der im Zug kommt, als die vielen Prediger der Demokratie - finanziert von finsteren ausländischen Mächten und Millionären. Lebt Lenin weiter - und wenn ja, wo?

(Wiederholung vom 06.04.2017)

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