Am 12. Juni 1929 wurde in Frankfurt ein Mädchen geboren, das tragischen Weltruhm erreichen sollte: Anne Frank. Sie starb mit nur 15 Jahren im KZ Bergen-Belsen. Heute, am 90.Geburtstag der berühmten deutsch-jüdischen Tagebuchautorin, kommt wenig Erfreuliches auf den Geburtstagstisch.

Der hessische Antisemitismusbeauftragte konstatiert: die Judenfeindlichkeit nimmt zu. Gleiches gilt für die antisemitischen Vorfälle in den Schulen. Hält die AfD auch zugewanderte Muslime für die Zunahme antisemitischer Taten in Deutschland für maßgeblich mitverantwortlich, beklagen langjährige Beobachter vor allem das Erstarken der Judenfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft. Und gerade durch die AfD manifestierten sich rassistische und antisemitische Haltungen und dringen selbst zu Kindern durch.

Was hilft gegen den Antisemitismus heute? Noch mehr Bildungsarbeit, noch mehr Gedenkstättenbesuche? Viel wird bereits getan, Antisemitismusbeauftragte werden berufen, judenfeindliche Angriffe besser dokumentiert, in Hessen wird mit einem neuen Präventionsprojekt an den Schulen gegen das "Gift des Antisemitismus" mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet. Denn auch in Schulen läuft es so wie überall in unserer Gesellschaft: antisemitische Vorfälle werden häufig entweder ignoriert oder skandalisiert. Was macht gegen dieses Gift immun?

Moderation: Karen Fuhrmann

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