Die Situation vieler Hebammen in Deutschland ist prekär. Die Gründe: Überlastung, Unterbezahlung, hohe Versicherungsbeiträge, Kreißsaalschließungen. Das Nachsehen haben die Schwangeren.

"Lieber Jens, wir müssen reden", steht auf einer Postkarte. "Letzte Woche bin ich 620 km gefahren, habe 50 Stunden gearbeitet. Ich muss monatlich 8 Frauen betreuen, um mich und meine Familie zu finanzieren. Und ich musste 9 Schwangeren absagen, weil ich bis Sommer ausgebucht bin". Dies ist eine von vielen Postkarten, die im Rahmen einer Protestaktion von Hebammen an Gesundheitsminister Jens Spahn geschickt wurde.

Die Situation vieler Hebammen in Deutschland ist prekär, vor allem für die Freiberuflichen, die laut einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit einen Anteil von ca. 70 bis 80 Prozent ausmachen. Viele Hebammen geben deshalb ihren Beruf auf. Die Gründe: Überlastung, Unterbezahlung, hohe Versicherungsbeiträge, Kreißsaalschließungen. Das Nachsehen haben die Schwangeren. Sie müssen Angst haben, für die Vor- und Nachsorge keine Hebamme zu finden.

Künftig soll die Hebammenausbildung auf Hochschulniveau angehoben werden. Ob dadurch der Notstand behoben werden kann? Fraglich!

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