Wenn israelische Flaggen in Berlin verbrannt werden, dann ist das sehr sichtbarer Antisemitismus. Vor allem, wenn Demonstranten dabei kriegerische Schlachtrufe skandieren.

Sie sind meist junge Muslime, die ihren Hass auf Juden und Israel offen zur Schau stellen. Viel wird dabei über einen "importierten" Judenhass diskutiert, der mit Zuwanderern ins Land gekommen sei. In Berlin werden neuerdings Stolpersteine aus ihrer Verankerung gerissen, die an ermordete Juden im Dritten Reich erinnern sollten. Vermutet werden Täter aus der rechten Szene.

Weit weniger sichtbar sind die antisemitischen Stereotype in den Köpfen der deutschen  Mehrheitsgesellschaft. "Juden haben zu viel Einfluss." Diesem Satz stimmen auch Menschen zu, die sich selbst nicht als Antisemiten einstufen. Die modernere Variante lautet: Ziehen wir endlich einen Schlussstrich unter die Vergangenheit. Aber ob sichtbar oder unsichtbar - Antisemitismus scheint unausrottbar.

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