Es ist wieder soweit. In unseren Gärten treiben die Pflanzen aus und versuchen, schneller zu sein als die Konkurrenz. Wachstum ist ein Kampf um jeden Zentimeter Boden, nur die Stärksten überleben. Dieses Prinzip verstehen wir instinktiv.

Es ist ja unser eigener Naturzustand, jedenfalls nach Meinung des englischen Philosophen und Staatstheoretikers Thomas Hobbes. Kein Zufall, dass die Briten lange vor dem Brexit begnadete Landschaftsgärtner wurden, die die Natur zu zähmen und zu formen verstanden.

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Zum Artikel Unkraut, Dich mach‘ ich fertig! Der Garten als Schule des Lebens

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Von ihnen haben wir gelernt, dass im Garten Planung das halbe Leben ist. Dass wir Kompromisse mit fremden Arten und miesen Schädlingen schließen müssen, auch wenn es schwer fällt. Dass gezähmtes Wachstum Wille und Vorstellung ist, oft aber schief geht.  Nur dem Übermenschen gelingt die perfekte Verfertigung des Gartens. Aber liegt nicht gerade im Ungezähmten die Schönheit?

Wer in den Garten geht, muss sich jedenfalls selbst disziplinieren. Und den eigenen Naturzustand bekämpfen. Dann ist das Frühjahr erst richtig schön.

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