Was hat eigentlich den sozialistischen Ministerpräsidenten Spaniens Pedro Sánchez geritten, als er kurz vor den Europawahlen noch einen nationalen Wahlgang ansetzte? Er tat das ohne Not, denn die Legislaturperiode ist noch lange nicht zu Ende.

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Wir unterstellen mal, dass er den Wahltermin vorzog, um die derzeit guten Umfrageergebnisse in Stimmen umzusetzen und nicht, weil er unbedingt der Steigbügelhalter für die Rechten auf ihrem Ritt ins spanische Parlament werden wollte.

Genau das aber wird wohl der Fall sein, wenn am Sonntag die Stimmen ausgezählt sind. Dann werden die spanischen Sozialisten den faschistischen Gefolgsleuten des verblichenen Diktators Franco und der neuen Rechten den Weg ins Parlament bereitet haben. Ob das Regieren für die Sozialisten nach dem Sonntag dann einfacher ist, weil sie mehr als eine Minderheitsregierung stellen können, ist dabei noch nicht ausgemacht.

Ebenso wenig, wie denn die Separatisten aus Katalonien und dem Baskenland wählen und abschneiden werden, die auch ihren Anteil daran haben, dass die Rechten auf einen wiedererstarkten spanischen Nationalismus setzen können. In diesem Frühling jedenfalls sind sich die Spanier gar nicht grün.

Moderation: Florian Schwinn

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