Die Touristen reisen wieder an den Bosporus, allen voran die deutschen. Es ist dort eben schön und preiswerter als woanders. Die Verhaftungswellen, die türkische Regimekritiker in den vergangenen Jahren einschüchtern sollten, sind weitgehend abgeebbt.

Audiobeitrag
Stilisierte Uhr

Podcast

Zum Artikel Der Tag auf Weltreise in der Türkei Karin Sen

Ende des Audiobeitrags

Deutsche Urlauber, die politischen Gesprächen aus dem Weg gehen, scheinen in der Türkei nicht gefährdet. Anders als manche deutsche Journalisten. Ihnen verweigern die türkischen Behörden schon mal die Akkreditierung. Die Türkei von Präsident Erdogan ist eben ein autoritäres System, das auf der Einschüchterung von Kritikern beruht.

Aber die Macht des Präsidenten und seiner Partei bröckelt. Erdogan ließ unter einem Vorwand sogar die Kommunalwahl in der Wirtschaftsmetropole Istanbul wiederholen, weil ihm das Ergebnis nicht passte.

Auch außenpolitisch ist der Präsident auf Konfrontationskurs. Den USA gefällt nicht, dass das Nato-Mitglied Türkei ausgerechnet bei den Russen Luftabwehrraketen kauft. Die türkische Wirtschaft, die ohnehin angeschlagen ist, warnt bereits vor möglichen amerikanischen Sanktionen. Die könnten auch den 6000 deutschen Unternehmen in der Türkei schaden. Wohin steuert also Erdogan?

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit