In Washington herrschen im Sommer tropische Temperaturen. Vor der Erfindung der Klimaanlage flüchteten deshalb die Kongressmitglieder aus der Stadt. Heute müssen sie bleiben, wenn sie nicht gerade Hände schütteln in ihren Wahlkreisen. Nur der derzeitige Präsident kehrt seinem Amtssitz im Weißen Haus den Rücken, wann immer es geht. Das ist verständlich. In der amerikanischen Hauptstadt neigt eine Mehrheit seinen politischen Gegnern in der Demokratischen Partei zu. Die hat aber derzeit ein Problem. Die Wirtschaft läuft wie geschmiert. Es gibt wenig Arbeitslose. Fachleute werden in manchen Branchen händeringend gesucht. Das war unter dem Vorgänger Donald Trumps nicht so. Mit Wehklagen über die schlechte Lage können die Demokraten also nicht punkten, keine Wähler mobilisieren. Denn die Leute geben Geld aus. Gerne auch in den vielen Kneipen Washingtons. Die Handelskonflikte mit Europäern und Chinesen sind weit weg. Und wenn beim sonntäglichen "Drum Circle" im Park die gute Laune steigt und afrikanische Trommeln den Rhythmus vorgeben, könnte man fast meinen: Keine andere Hauptstadt der Welt ist so entspannt wie diese.

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