Eine Welt, in der Hunger, Armut, Krankheit und Krieg dominieren und alles immer schlimmer wird, ist keine schöne Welt. Zum Glück ist es auch nicht unsere Welt, obwohl das gerade in ziemlich gesunden, reichen und friedlichen Ländern gerne behauptet wird. Gegen das verzerrte Bild anzugehen war eine Lebensaufgabe des schwedischen Mediziners Hans Rosling - Gründungsmitglied von "Ärzte ohne Grenzen" und Berater internationaler Organisationen von WHO bis UNICEF. "Factfulness" heißt sein letztes Buch. Darin zeigt er mit vielen Fakten eine Welt, die insgesamt gesünder, wohlhabender und friedlicher wird. Und plädiert - nicht für die rosarote Brille - sondern für eine neugierige und offene Sichtweise, die nichts verklärt, aber auch nichts ins Negative verzerrt. Gar nicht so einfach, denn eine von Roslings eher bitteren Erkenntnissen ist: wir hängen am Bild einer Welt, die den Bach runter geht. Obwohl es uns eher daran hindert, reale Probleme sinnvoll angehen. Und obwohl wir wissen könnten, dass es an den Fakten gemessen schlicht falsch ist. Warum finden wir so attraktiv am Untergang?

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