Podcast Ein Fest der Demokratie: Indien wählt

Stilisierte Uhr

Der älteste indische Wähler lebt seit 102 Jahren im Himalaya. Seit der Unabhängigkeit seines Landes hat er noch nie eine Parlamentswahl verpasst. Für ihn ist Wählen Pflicht. Wie auch für die anderen rund 900 Millionen Inder, die sich vor den Wahllokalen anstellen. Die Selbstverständlichkeit, in langen Schlangen auf die Stimmabgabe zu warten und dafür weite Wege auf sich zu nehmen, verbindet jung und alt. Wobei die Jungen längst die Mehrheit bilden. Zwei Drittel der Wahlberechtigten sind unter 35, viele von ihnen Frauen. Vor allem ihr Votum könnte den Ausschlag geben, wer der nächste Ministerpräsident wird: Ob der 68 Jahre alte Amtsinhaber Narendra Modi weiter machen kann, oder ob ein Jüngerer aus der Gandhi-Dynastie an die Macht kommt. Wirtschaftliche Wohltaten versprechen beide. Wem also glauben die vielen Arbeitslosen Indiens? Ihre Zahl ist so hoch wie zuletzt vor fünfzig Jahren. Am 23. Mai wird die Auszählung der Stimmen beendet sein. So lange dauert der Wahlgang auf dem riesigen Subkontinent. Am 23. Mai beginnt auch die Wahl zum Europaparlament. Da werden viele Politiker neidisch auf die indische Wahlfreude schauen.

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