Podcast Maria, hilf! Aufstand der katholischen Frauen

Stilisierte Uhr

Maria wird in der Kunstgeschichte in vielen Situationen abgebildet, aber nicht auf den Barrikaden. Die Mutter Gottes steht eher für unendliche Geduld, demütiges Dienen und stummes Leid. Eine Gruppe von katholischen Frauen aus Münster hält eine rebellische "Maria 2.0" dagegen. Unter diesem Namen protestieren sie gegen eine Kirche, die Frauen von Ämtern ausschließt, von ihren Priestern den Zölibat verlangt und sich nur halbherzig mit dem sexuellen Missbrauch in den eigenen Kreisen auseinandersetzt. "Maria 2.0" hat die katholischen Frauen zum Streik aufgerufen - statt in den Gottesdienst zu gehen, sollen sie sich vor den Kirchen versammeln. Viele Frauen, aber auch Männer in Deutschland sind dem Aufruf gefolgt. Wieder einmal hoffen die Gläubigen, ihre Kirche "von unten" zu Veränderungen bewegen zu können. Die Konservativen halten Traditionen und Papstworte dagegen. Aber was würde Maria sagen, wenn sie nach jahrhundertelangem Schweigen den Mund aufmacht? Sie war ja nie nur stille Dulderin, sondern immer auch tat- und wunderkräftige Nothelferin gewesen. Und diese Kraft benötigen die protestierenden Frauen ganz sicher, wenn sie in einer so großen und beharrlichen Institution wie der katholischen Kirche so grundlegend etwas verändern wollen.

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