Zwei Gipfeltreffen finden in diesen Tagen statt. Auf dem einen versammelt sich der alte Westen in Kanada, es sind die G7-Staaten unter Führung der USA. Auf der anderen Seite der Welt kommen die Staaten Asiens zusammen, in Shanghai, dominiert von China. Da zeigt sich, wer die Weltmacht USA herausfordert. Auch China will seinen Platz an der Sonne, das Riesenreich rüstet wirtschaftlich und militärisch rasant auf. Solche Rivalitäten waren in der Geschichte immer gefährlich, sie mündeten nicht selten in Krieg. Die griechischen Stadtstaaten Athen und Sparta sind beide wegen ihres Kampfes um Vorherrschaft über die Ägäis untergegangen. Das ist sehr lange her. Aber es lohnt sich, den vergangenen Konflikt genauer zu betrachten. Die Furcht der Spartaner vor den Athenern machte den Krieg unausweichlich- so die Analyse des griechischen Historikers Thukydides im fünften Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Was können wir heute daraus lernen? Ist auch ein Krieg zwischen den USA und China, zwischen der alten und der neuen Weltmacht, unvermeidbar? Eines ist offenbar: China überflügelt schon jetzt seinen Rivalen. Und wir Europäer müssen uns warm anziehen.

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