Albrecht Müller ist Gründer und Herausgeber der NachDenkSeiten - ein Internet-Blog. Die NDS, die sich als "Gegenöffentlichkeit" verstehen, verfolgen kein geschäftliches Interesse. Die NDS folgen der Idee, etwas gegen die Einseitigkeit und Flachheit der öffentlichen Debatte tun zu wollen und dazu das Medium Internet zu nutzen.

Albrecht Müller beschäftigt sich privat und beruflich seit langem mit politischer Kommunikation und öffentlichen Meinungsbildungsprozessen und ihrer Wirkung auf die Qualität politischer Entscheidungen. Der 80-Jährige ist der Meinung, dass die Leistungen der gesetzlichen Rente über Jahre ganz bewusst reduziert wurden, um den Privatversorgern Geschäftsfelder zu eröffnen. Müller kritisiert die Distanz Deutschlands zur russischen Regierung. Im Unterschied zu vielen Politikern hält er eine Freundschaft Deutschlands mit Russland für den besseren Weg: "Russland ist ein Teil von Europa und es sollte eine Verständigung auf gemeinsame Strukturen der Sicherheit geben, so wie es 1990 konzipiert war", sagt er. In diesen Tagen ist ein Buch zum Thema erschienen, zu dem Albrecht Müller neben vielen anderen Autoren auch er einen Beitrag geliefert hat.

Der Nationalökonom war Ghostwriter bei Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller. Danach wurde er Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei der SPD und war verantwortlich für den Bundestagswahlkampf 1972. Anschließend war er Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt bei Willy Brandt und Helmut Schmidt. Von 1987 bis 1994 saß er im Deutschen Bundestag. Müller ist Autor von Essays und mehreren Büchern.

Gastgeberin: Karin Röder

Weitere Informationen

Buchhinweise:

Adelheid Bahr (Hg.): "Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen", Westend-Verlag 2018, Preis: 18,- Euro
Albrecht Müller, Jens Berger: "Nachdenken über Deutschland. Das kritische Jahrbuch 2018/2019", Westend-Verlag 2018, Preis: 16,- Euro

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