Am 14. September jährt sich der 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt. Er hat unser Verständnis von der Natur revolutioniert. Was wir heute Öko-System oder Netz des Lebens nennen, das hat er erfunden. Die Historikerin Andrea Wulf folgte viele Jahre seinen Spuren und schreib eine preisgekrönte Biographie über den Forscher.

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Zum Artikel Die Historikerin Andrea Wulf erzählt, wie Alexander von Humboldt Natur begreifen wollte.

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Alexander von Humboldt sah die Natur als globale Kraft, als zusammenhängendes Ganzes, als "Kosmos", in dem vom Winzigsten bis zum Größten alles mit allem verbunden ist. Und so heißt denn auch sein Hauptwerk "Kosmos". Er hat die Erde als einen lebenden Organismus beschrieben. Abenteuerliche Reisen führten ihn nach Lateinamerika, Russland und Zentralasien. Allein aus Lateinamerika brachte Humboldt nach einer fünf-jährigen Reise 4000 neue Arten mit.

Alexander von Humboldt, 1807, Zeichnung von Frédéric Christophe de Houdetot

Die Historikerin Andrea Wulf folgte acht Jahre lang den Spuren Alexander von Humboldts. In einem "Doppelkopf"-Gespräch von 2017 zeigte sie, wie Humboldt sein Naturkonzept entwickelt hat. Sie erzählte, wie er die Natur mit Instrumenten und vor allem mit seiner Phantasie begreifen wollte. Wie er zur Brücke zwischen Aufklärung und Romantik wurde, Goethe begeisterte und Darwins Evolutionstheorie beeinflusste. Und wie er schon um 1800 vor dem Klimawandel warnte. Für Humboldt gab es keine Trennlinie zwischen Wissenschaft und Kunst.

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Feature-Reihe

"Alexander von Humboldts unbekannter Kosmos"
Von Zitteraalen und Curare-Gift – Eintauchen in die Welt des Naturforschers Alexander von Humboldt. Die Audios der achtteiligen Feature-Reihe können Sie hier online hören.

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Andrea Wulf erzählt aber auch von ihrer eigenen Herkunft. Sie wurde in Indien geboren, ist in Hamburg aufgewachsen, hat in Lüneburg studiert und lebt seit über 20 Jahren in England. Eine wahre Kosmopolitin, die auch gerne Country-Music-Sängerin geworden wäre. Sie hat mehrere Bücher über die Zeit um 1800 und das Verhältnis zwischen Mensch und Natur auf Englisch geschrieben. So auch über die amerikanischen Gründungsväter, die zugleich Gärtner waren. Sie nennt sie "Gründungsgärtner". Und dabei fiel ihr auch Alexander von Humboldt auf, der Thomas Jefferson besuchte.

Gastgeber: Ruthard Stäblein

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