Der Filmproduzent Artur Brauner war eine Ausnahmeerscheinung: er prägte mit leichten Unterhaltungsfilmen das deutsche Nachkriegskino, um sich die ihm eigentlich wichtigen Filme, nämlich die, die sich um die Aufarbeitung der Nazi-Zeit drehten, leisten zu können. Am 7. Juli starb Artur Brauner im Alter von 100 Jahren in Berlin.

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Artur Brauner stammte aus einer jüdischen Familie und wurde 1918 im polnischen Lodz geboren. Den Holocaust überlebte er mit knapper Not, viele seiner Versanten wurden von den Nazis ermordet. Er ging nach dem Krieg nach Berlin und baute in Spandau eines der größten Filmstudios Europas auf. Dabei nahm er die Gewinne aus den Kassenschlagern (Karl-May-Verfilmungen, Filme mit Heinz Rühmann, Romy Schneider und Peter Kraus), um Filme, die sich mit dem Holocaust auseinander setzten ("Morituri", "20. Juli", "Hitlerjunge Salomon") finanzieren zu können.

2007 - ein Jahr vor seinem 90. Geburtstag besuchte Jochanan Shelliem den Filmmogul in seinem Haus in Berlin. Er warf mit ihm zusammen einen Blick auf sein langes Leben und erlebte dabei einen wachen, streitlustigen Mann, der sich vielen Vorurteilen entgegen zu stellen wusste. Wir wiederholen dieses Gespräch noch einmal.

Gastgeber: Jochanan Shelliem

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