Ihre ganze Leidenschaft gilt der Mode, die schon früh in ihrem Leben eine Rolle spielte: Barbara Vinken gilt als glamouröseste Professorin Deutschlands. Sie lehrt Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Die Tante war Schneiderin und hat der modebegeisterten Nichte die Kleider genäht. Die Liebe zu Stoffen und Schnitten hat Barbara Vinken seitdem nicht mehr losgelassen. Noch immer tritt die 58-Jährige mondän auf: In Netzstrümpfen und Lackschuhen und gerne in Kleidern oder Röcken. Sie trägt Hochsteckfrisur und ist stets auffällig geschminkt, die Fingernägel sind lackiert. "Für mich ist Mode ein Werkzeug, um das Körperbild zu formen" sagt sie. "Sie macht unseren Körper ganz oder sie zerstückelt ihn. Sie schützt, streichelt, umfängt ihn, zeigt ihn reizend. Ich habe nie daran geglaubt, dass Nacktheit paradiesisch sei".

Attraktivität habe immer mit Verhüllen und Distanz zu tun und nicht damit, möglichst viel Haut zu zeigen, sagt Vinken. Skeptisch beäugt sie auch Menschen, die Kopf bis Fuß in Edel-Marken gekleidet sind. Die hält sie für "eine Litfaßsäule des schlechten Geschmacks".

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt die "Mode-Theoretikerin", warum sie den sogenannten "guten Geschmack" langweilig findet und warum sie nie Teil der Modebranche sein wollte.

Gastgeberin: Karin Röder

Wiederholung eines Gesprächs vom Mai 2018

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Buchhinweis:

Barbara Vinken: "Angezogen. Das Geheimnis der Mode", Klett-Cotta 2014, Preis: 20,- Euro

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