Der Cäcilienchor Frankfurt feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen. Die Geschichte des zweitältesten Oratorienchores in Deutschland begann 1818 in einem Frankfurter Wohnzimmer, Christian Kabitz leitet den Chor seit nunmehr 30 Jahren.

"Ohne Karl Richter wäre ich kein Kirchenmusiker geworden“, sagt Christian Kabitz. Der gebürtige Nürnberger hat jedoch nie bei dem berühmten Dirigenten, Chorleiter und Organisten studiert. Richter, in den 1960er und 70er Jahren weltweit tonangebender Interpret der Werke Johann Sebastian Bachs, erkundigte sich dennoch, wer da an der Münchner Musikhochschule Konzertplakate neben seine eigenen zu hängen wagte. "Talentiert, aber übt zu wenig", lautete schließlich sein gestrenges Urteil über den jungen, aufstrebenden Musiker.

Kabitz ging 1978 als Kantor nach Würzburg. Zehn Jahre später übernahm er auch den Frankfurter Cäcilienverein. Der Oratorienchor wird in diesem Jahr zweihundert Jahre alt und zählt damit zu den ältesten Oratorienchören der Welt. Kabitz erzählt aus seiner Arbeit mit diesem traditionsreichen Chor, von Spannungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, dem Umgang mit Sängerinnen und Sängern und ihrer Motivation, den Umständen und Bedingungen für seine Arbeit in der Gegenwart.

Chorsingen ist zwar wieder "in", aber nicht unbedingt mehr in herkömmlichen Gefilden. Und wenn sich der Dirigent im "hr2-Doppelkopf" an außergewöhnliche Projekte mit Pop-Größen wie Gary Brooker von Procol Harum oder an sein "Rock-Requiem" erinnert, wird er doch ein wenig nostalgisch... 

Gastgeber: Andreas Bomba

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Veranstaltungshinweis:

Am Sonntag, 21. Oktober, gibt der Cäcilienchor Frankfurt sein Festkonzert zum 200-jährigen Jubiläum in der Alten Oper Frankfurt, 18 Uhr. Programm: Guiseppe Verdi: Messa da Requiem.

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