"Die Tür zum Priesterseminar ist zu, es sei denn, du kommst als Putz- und Bügelkraft", schreibt Christiane Florin in ihrem Buch "Der Weiberaufstand. Warum Frauen in der katholischen Kirche mehr Macht brauchen".

Das Christentum ist weltweit immer noch eine der großen Bastionen des Patriarchats. In der größten Konfessionsgemeinschaft der Erde, der Römisch-Katholischen Kirche, sind Frauen grundsätzlich von der Priesterweihe und damit von Führungspositionen ausgeschlossen.

Die Streitschrift der überzeugt katholischen Politologin und Journalistin Christiane Florin sorgt derzeit innerkirchlich landauf, landab für Aufsehen. Denn obwohl die Priesterweihe von Papst Johannes Paul II. 1994 kategorisch ausgeschlossen wurde, will die Debatte über diese von vielen schmerzlich empfundene Geschlechterungleichheit in der Kirche nicht enden.

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Buchhinweis:

Christiane Florin: "Der Weiberaufstand. Warum Frauen in der katholischen Kirche mehr Macht brauchen", Kösel-Verlag 2017, Preis: 17,99 Euro

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Christiane Florin, die Redakteurin für Religion und Gesellschaft beim Deutschlandfunk ist, geht das Thema mit Ernst und zugleich mit Humor an, der - wie sie schreibt - "Waffe der Machtlosen". Sie durchstreift den Alltag ihrer Kirche mit scharfem Blick. Erlebt die Nadelstiche der Diskriminierung hautnah: "Würde man so handeln, weil das Gegenüber eine dunkle Hautfarbe hat, wäre man Rassist. Handelt und redet man so, weil das Gegenüber eine Frau ist, was ist man dann? Katholisch."

Im "hr2-Doppelkopf" am Weltfrauentag berichtet Christiane Florin über ihr Engagement für die Gleichberechtigung der Frau in der Katholischen Kirche und welche Reaktionen von Bischöfen und Frauenbasis ihr dabei begegnen.

Gastgeber: Klaus Hofmeister

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