Dieter Bednarz: einst Spiegel-Journalist, Nahost-Experte, Spezialist für diffizile Interviews. Er sprach mit Einbrechern und Machthabern in totalitären Staaten. Ein mutiger Mann.

Nicht weil er Diktatoren widersprach, sondern weil er Persönliches thematisierte, wie die Schwierigkeiten, ein Baby zu zeugen. Erst wurde er heimlich um Rat gefragt, dann schrieb er ein Buch: "Überleben an der Wickelfront".

Als er fünfzig wurde, schrieb er im Spiegel voller Überschwang "Fünfzig ist nur eine Zahl". Und nun? Er hat gekündigt. 62 Jahre ist er jetzt. "Zu jung für alt". Was macht man in der Bundesrepublik, wenn man(n) sein Leben selbst bestimmen kann, darf und muss? Der Sinn des Lebens ist in Deutschland ganz schnell weg, sagt er im "hr2-Doppelkopf" und lacht.

Wie ging Dieter Bednarz mit diesem Einschnitt um, der für deutsche Mannsbilder die schlimmste aller Vorhöllen ist? Er tat, was er schon immer tat: Er recherchierte, suchte Spezialisten auf und Altersforscher, Ökonomen, Therapeuten, Therapiestunden nahm er auch. Und anschließend schrieb er ein Buch.

Gastgeber: Jochanan Shelliem

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Buchhinweis:

Dieter Bednarz: "Zu jung für alt. Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Arbeitsleben", Edition Körber 2018, Preis: 19,- Euro

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