Alle Welt kennt den hageren Schauspieler als Berliner "Tatort"-Kommissar mit Schlangenlederstiefeln und Lederjacke. Dass er das Ende seiner „Tatort“-Zeit als ganz persönliche Befreiung empfand, bejubelt er noch heute.

Im Frühjahr stand Dominic Raacke in Berlin am Kurfürstendamm auf der Bühne – und das gab es bisher noch nie. Spät hat er die Theaterbühne entdeckt. Der Sohn aus bildungsbürgerlichem Hause schlief als Kind auf den Pappmöbeln seines Design-Professorvaters in Hanau-Wolfgang, lag Comics zeichnend vor dem Fernseher, sah sich US-Fernsehserien und die Filme über den "Kleinen Dicken Ritter" an. Oblong-Fritz-Oblong, dem tapsigen Marionettenserienheld der Augsburger Puppenkiste fühlte sich der kleine dicke Dominic Raacke seelenverwandt.

Nach dem Abitur machte der Hanauer ein Praktikum an den Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main. Das ermutigte ihn, in die weite Welt des Schauspiels auszuziehen. Nach mehreren Ablehnungen an deutschen Schauspielschulen flog der junge Raacke in die USA und lernte an der renommierten Schule von Lee Strasberg. 

Aus New York kehrte der Schlacks nach München zurück und spielte 1983 als Bergmann in der 13-teiligen Fernsehserie "Rote Erde" mit. Dass er nebenbei auch Drehbücher schrieb, darunter die Kriminalkomödie "Musterknaben", die den Schauspielern Jürgen Tarrach und Oliver Korritke zu nachhaltigen Karrieren verholfen haben, erzählt der "Asphaltcowboy" erst auf Nachfrage.

Heute wird der in Hanau geborene Dominic Raacke 60 Jahre alt - aus diesem Grund senden wir noch einmal das lebhafte "Doppelkopf"-Gespräch vom Mai 2018.

Gastgeber: Jochanan Shelliem

Wiederholung eines Gesprächs vom Mai dieses Jahres.

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