Erwin Stache erzeugt Geräusche mit bizarren Apparaturen, die er unter anderem aus Alltagsgegenständen selbst zusammen baut. Dadurch kreiert er schöne, schräge, manchmal auch irritierende Klänge. Aber Stache ist auch Musiker und Komponist.

Der 58-Jährige entwickelte und baute bereits als junger Mann einen selbstgebauten Synthesizer: "Der Materialmangel in der DDR hat mich erfinderisch gemacht". Irgendwann wurde seine Kunst dann zum Selbstläufer.

Staches Installationen bestehen aus selbstständig spielenden Apparaturen wie dem Waschmaschinen Programmscheibenorchester oder dem Scheren-Gitter-Orchester. Sie standen schon bei den Tagen Neuer Musik in Witten, den Donaueschinger Musiktagen oder der Art Cologne. Alles klingt, wenn Erwin Stache Hand angelegt hat, sogar Kaffemühlen und Dampfpfeifen. "Ich will die Dinge aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen, ihnen unerwartete Eigenschaften geben, ihre Funktionalität auf Kopf stellen", beschreibt er seine Kunst.

Der klassisch ausgebildet Pianist und Organist spielte 17 Jahre lang in Beucha bei Leipzig die Kirchen-Orgel. Noch heute wohnt er dort. Und obwohl er schon vor der der Maueröffnung zu Konzerten in den Westen reisen durfte, wollte er dort nie bleiben.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt der "Klang-Tüftler" von seinen Projekten und präsentiert ungewöhnliche und faszinierende Momente seiner Klangkunst.

Gastgeberin: Karin Röder

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Hinweis:

Im April wird in der Mauriziusmediathek in Hanau ein Objekt von Erwin Stache aufgebaut. Es heißt: 87,3 Kilo Ohm. Die Besucher können sich dazwischen stellen und selbst Klänge erzeugen.

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