"Ich bin ein leidenschaftlicher Mensch", sagt Gesine Schwan, die in der kommenden Woche ihren 75. Geburtstag feiert. Die "protestantische Katholikin", als die sich die Politikprofessorin selbst bezeichnet, stammt aus einer sozial engagierten Familie. 2004 und 2009 kandidierte sie für das Amt der Bundespräsidentin, beides Mal unterlag sie.

Vor zwei Jahren war Gesine Schwan im "hr2-Doppelkopf" zu Gast, um über ihre damals erschienene Biografie zu sprechen. 1943 wurde sie in Berlin in eine lebendige politische Familie hinein geboren, die im Nationalsozialismus protestantischen und sozialistischen Widerstandskreisen angehörte. 1972 trat Schwan unter dem Eindruck von Willy Brandts Ostpolitik in die SPD ein.

Von 1999 bis 2008 war Gesine Schwan Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Doch auch nach dieser Zeit blieb Schwan der Viadrina verbunden. Sie gründete gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern 2009 die Humboldt-Viadrina School of Governance und war von 2010 bis 2014 deren Präsidentin.

Seit 2015 ist Gesine Schwan Ko-Vorsitzende des SDSN Germany. Das Lösungsnetzwerk für nachhaltige Entwicklung bündelt Wissen, Erfahrung und Kapazitäten deutscher Wissenschafts-, Wirtschafts-und zivilgesellschaftlicher Organisationen, um eine nachhaltige Entwicklung Deutschlands und deutsches Engagement für nachhaltige Entwicklung weltweit zu fördern.

 Im "hr2-Doppelkopf" spricht die "Leidenschaftliche" unter anderem über Wissenschaft, Politik und Glauben – die Themen ihres Lebens.

Gastgeberin: Karin Röder

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Buchhinweis:

Gesine Schwan: "Ich bin ein leidenschaftlicher Mensch. Vom Mut, Grenzen zu überschreiten". Claudius-Verlag 2015, Preis: 19,90 Euro

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