Bis heute ist der Schauspieler Götz Schubert eine der bodenständigsten Persönlichkeiten im gesamtdeutschen Film- und Theaterbetrieb.

Aus Pirna stammt Götz Schubert, aus dem "Tal der Ahnungslosen" in der DDR, wo die Berge im Elbtal den Westempfang verhinderten. Sein Hollywood war Papas Schmalfilmerei. Sein Marlon Brando hieß Jacques Tati. Und darum ging Götz Schubert 1981 nach dem Abitur auch erst einmal brav zum Militär und näherte sich dann mit der ihm eigenen Behutsamkeit als Beleuchter der Bühne. 

Manchem Lehrer an der Berliner Schauspielschule Ernst Busch erschien der stille Schubert wenig begabt, sein guter Engel im Lehrbetrieb hieß Veronika Drögi. Ihr war die innere Entwicklung des Rollenspiels sehr wichtig, und sie erkannte Schuberts Talent.

Im "hr2-Doppelkopf“ erzählt Götz Schubert vom Kinder- und Jugendtheater der uranschürfenden "Wismut" unter Hannelore Setzen, vom kleinen Ensemble des Maxim Gorki Theaters in Ost-Berlin, wo Rolf Winkelgrund arbeitete - wieder so ein feinsinniger Regisseur, der Schuberts Potential erkannte – und von seinem Durchbruch als Adolf Hitler in George Taboris Farce "Mein Kampf" unter Thomas Langhoff.

Behutsam arbeitet Götz Schubert an den inneren Verwerfungen seiner Protagonisten. Facettenreich sind seine Rollen. Im Gegensatz zu vielen Kollegen singt er nicht, sondern liefert derzeit ein hervorragendes Sprachspiel mit seinem musikalischen Alter Ego - Manuel Munzlinger - auf der Oboe. Und weil der "Verwandlungskünstler" ein bodenständiger Familienvater geblieben ist, legt er die Daten seiner Tournee strategisch zwischen die Dreharbeiten für das Fernsehen und den Film.

Gastgeber: Jochanan Shelliem

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