Am 13. Dezember beginnt das große Schubert-Projekt des Hessischen Rundfunks. Unter Leitung seines Chefdirigenten Andres Orozco-Estrada führt das hr-Sinfonieorchesters in vier Konzerten alle acht Sinfonien des Wiener Meisters auf, dazu Lieder und weitere Orchesterwerke, gespiegelt an Musik unserer Zeit. Ein einzigartiges, kühnes Vorhaben!

Der junge Schubert, Gemälde von Josef Abel
Der junge Schubert, Gemälde von Josef Abel Bild © Kunsthistorisches Museum Wien / gemeinfrei

Wer war Franz Schubert? Während sich der Musikbetrieb allmählich auf den 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens fokussiert, steht sein 1797 geborener und 1828 gestorbener Wiener Zeitgenosse zurzeit etwas im Schatten. Gerne werden Klischees gepflegt, von einer gemütlichen Biedermeier-Figur, die im Kreise seiner Freunde relativ erfolglos vor sich hin werkelt, mehr oder weniger liebevoll "Schwammerl" genannt wird, mit Frauen Probleme hat, eine veritable, in Musik sich ausdrückende Lebenskrise durchläuft und manchen seiner Werke überdimensionierte, wenn auch "himmlische" Längen verpasst.

Hans-Joachim Hinrichsen
Hans-Joachim Hinrichsen Bild © Universität Zürich

Hans-Joachim Hinrichsen, vor kurzem emeritierter Musikwissenschaftler an der Universität Zürich, hat als bislang Letzter Schuberts Leben und Schaffen durchleuchtet und den Komponisten in einem kleinen Buch auf den ihm gebührenden Platz gerückt.

Gastgeber: Andreas Bomba

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Buchhinweis:

Hans-Joachim Hinrichsen: "Franz Schubert", C.H.Beck WISSEN 2014, Preis: 8,95 Euro

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