Der Zeit-Kolumnist Harald Martenstein ist einer der meistgelesenen Autoren Deutschlands. In seinen kurzen Texten wagt er sich immer wieder an die großen Themen der Gegenwart - subjektiv, überraschend, oft sehr witzig. Ob es um politische Korrektheit, um Migration, Feminismus oder um scheiternde Utopien geht: Martenstein hat keine Angst davor, sich unbeliebt zu machen und dem Mainstream zu widersprechen.

Harald Martenstein schreibt auch über sein privates Scheitern und Alltagsprobleme, als Vater, als Berliner, als Mann oder Deutscher. Sein Land macht ihn manchmal wütend, und manchmal muss er einfach nur lachen, genau wie seine Leser. "Ich schreibe über alles, was in meinem Leben eine Rolle spielt, immer in der Hoffnung, dass es für Andere interessant sein könnte." Eines ist dem 65-jährigen ganz wichtig, eine streitbare und produktive Debattenkultur. Sein stiller Begleiter: der sogenannte gesunde Menschenverstand.

Zur Kolumne kam der studierte Historiker und Romanist durch Zufall. Er war Reporter und Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und "irgendwann ist dann jemandem aufgefallen, dass ich auch ganz witzig schreiben kann." Inzwischen schreibt der Starkolumnist nicht mehr nur - er hat auch das Radio erobert. Bei radioeins des rbb hat er eine wöchentliche Kolumne.

Seit einiger Zeit ist der gebürtige Mainzer internationaler Weinbotschafter seiner Heimatstadt. Und Anfang des Jahres wurde er mit einem Fastnachtsorden geehrt, als Preisträger des 10. Ranzengardisten. Beim Rosenmontagszug in Mainz wird der "Meenzer Bub" deswegen den Närrinnen und Narrhalesen seine Avancen machen und als Ehrengast auf dem Wagen der Mainzer Ranzengarde mitfahren.

Gastgeberin: Karin Röder

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Buchhinweis:

Harald Martenstein: "Jeder lügt so gut er kann. Alternativen für Wahrheitssucher", C. Bertelsmann 2018, Preis: 18,- Euro

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