Der Berliner Kunsthistoriker Horst Bredekamp ist ein veritabler Bildwissenschaftler. Für ihn stecken Bilder voller Energie, führen eine Art Eigenleben. Sie erschließen uns die Welt, wenn wir uns auf sie einlassen und ihnen kenntnisreich begegnen.

Bei der Betrachtung von Kunstwerken befinden wir uns in einem Prozess der Verständigung über uns selbst in unserer Gegenwart und Geschichte. Bilder an sich sind stark, sie besitzen eine große Veränderungskraft und können den Betrachter zur Reaktion geradezu heraus fordern, sofern dieser dazu bereit ist. Bilder illustrieren nicht Vorgänge, sie tragen stets eine aktiv verändernde Kraft in sich. Der Kunsthistoriker Horst Bredekamp erkennt hier ein Wechselspiel: die Objekte der Betrachtung nämlich, ob Gemälde, Skulpturen oder Architekturen, sind selbst aktiv und bestimmen wohl stärker als wir zunächst vermuten, unser Verhalten ihnen gegenüber. Darüber spricht Horst Bredekamp heute im "hr2-Doppelkopf".

Gastgeberin: Barbara M. Henke

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