Als Requisiteur an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin hat Jochen Kowalski sein Theaterberufsleben begonnen. Sein Traum: Er wollte Tenor werden und Wagners Lohengrin singen. Doch Countertenor ist er geworden und mit seiner hohen Stimme in Altlage in den größten Opernhäusern weltweit aufgetreten.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt Kowalski, wie seine Stimme als "Rohdiamant" entdeckt und geschliffen wurde; wie er in der DDR zwar als Exot und Paradiesvogel galt, aber trotzdem gefördert wurde; wie er ins Ausland reiste, nach Hamburg, Wien, London.

Als am 9. November 1989 die Mauer fällt, singt er in der Komischen Oper in Berlin seine Paraderolle: den Orpheus in Glucks "Orpheus und Eurydike". Kowalski - ein Sänger zwischen Glamour und Bodenständigkeit. An der MET in New York singt er den Prinzen Orlofsky aus der "Fledermaus" in einem Kostüm von Versace und hat ein bisschen Heimweh. Er, der Sohn eines Metzgers, sehnt sich nach heimischem Essen: "Endlich Bulette!"

Gastgeber: Eckhard Roelcke

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