Er gehört zum deutschen Hochadel. Und eine Karriere als Priester in der Katholischen Kirche war nicht vorgezeichnet. Johannes zu Eltz studierte vor dem Theologiestudium zunächst Jura und schloss mit einer Promotion ab. Als juristisch versierter Priester empfahl er sich dann aber bald für Führungsaufgaben, er war oberster Kirchenrichter in Limburg, wurde Stadtdekan in Wiesbaden und ist es bis heute in Frankfurt.

Als Mitglied des Domkapitels war er 2007 an der Wahl des Skandalbischofs Tebartz-van Elst beteiligt. Später wurde er sein schärfster Kritiker und half bei dessen Demontage entscheidend mit. Unter dem Eindruck der Missbrauchsaffären machte er mit weitreichenden Reformforderungen bundesweit von sich reden. So möchte er, dass der Zölibat freiwillig gestellt wird und Frauen in Weiheämter in der Kirche gelangen können. Johannes zu Eltz ist einer der wenigen katholischen Hierarchen, die auch öffentlich solche "Tabuthemen" ansprechen. Ist diese geistige Unabhängigkeit Erbe seiner über 850 Jahre alten Familiengeschichte?

Gastgeber: Klaus Hofmeister

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