Wer Chinesisch und Politologie studiert und dann Musiker wird, muss aus besonderem Holz geschnitzt sein. So einer ist Jonathan Stockhammer. Seine ersten Meriten verdiente sich der nun Fünfzigjährige am Pult des philharmonischen Orchesters seiner Heimatstadt Los Angeles.

Dann zog Jonathan Stockhammer nach Berlin und kam rasch in Kontakt mit der Szene jener Ensembles, die in ganz Europa den Begriff "klassische Musik" um Neue Musik, experimentelle Formen und andere Konzertorte erweitern. Entsprechend bunt ist die Liste der Komponisten von ihm dirigierter Werke: Pierre Boulez und Frank Zappa, Charles Ives und Kurt Weill, Igor Strawinsky und Wolfgang Rihm. Ganz unten tauchen dann auch bekannte Repertoire-Namen wie Joseph Haydn und Robert Schumann auf, die in ihrer Zeit ebenfalls innovativ wirkten, um danach in den verbindlichen Klassik-Kanon einzutreten.

Stockhammer ist auf vielen großen Festivals präsent und dirigiert bedeutende Orchester. Ein guter Ruf geht ihm auch als Kommunikator voraus, als jemand also, der über Musik reden, sie moderieren und jungen, interessierten Menschen näher bringen kann; wenn in diesem Zusammenhang Namen wie Saul Williams, Bully Herbig oder die Pet Shop Boys fallen, ist die Neugier, ihn zu treffen und mit ihm zu sprechen, groß. Grund genug also für einen "hr2-Doppelkopf" – zumal er gerade mit dem hr-Sinfonieorchester ein Konzert der "Forum N"-Reihe erarbeitet.

Gastgeber: Andreas Bomba

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