Jürgen Fitschen leitet seit einigen Jahren die Deutsche Bank Stiftung. Sie unterstützt Projekte wie die "Akademie Musiktheater heute" und den "Deutschen Buchpreis", verschiedene Musikfeste und den Rat für kulturelle Bildung. Sie unterstützt junge Künstler, aber auch die berufliche und gesellschaftliche Integration benachteiligter junger Menschen und Migranten.

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Zum Artikel Der Manager Jürgen Fitschen spricht u. a. über die Kultur in Deutschland.

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"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit", sagte Karl Valentin. Und kostet Geld! - hätte er hinzufügen können. Jahrhundertelang waren Künstler vom Wohlwollen der Mächtigen abhängig. Kunst diente mehr der Repräsentation als der Emanzipation des Menschen. In Zeiten geordneter Finanzsysteme und rechtlich abgesicherter Haushalte hat sich das geändert, unterm Strich geht es der Kultur in Deutschland auch gut. Volle Staatskassen sorgen hierzulande für Entfaltungsmöglichkeiten, um die der Rest der Welt uns beneidet.

Zugute kommt der Kultur in Deutschland neben den Steuergeldern, die von Parlament und Regierung bereitgestellt werden, ein breites privates Engagement. Es bündelt sich im bürgerlichen Stiftungswesen, das sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlt. Privatpersonen und Unternehmen stellen zum Teil beachtliche Summen zur Verfügung und legen diese gewinnbringend an. Aus den Erträgen werden Projekte finanziert, nicht nur kulturelle, sondern auch solche im sozialen, karitativen oder pädagogischen Bereich. Das System funktioniert jedoch nur, wenn diese Erträge erwirtschaftet werden können. In der aktuellen, schon lange andauernden Nullzinsphase wird dies immer schwerer. Wie hängt das alles miteinander zusammen?

Der einstige Vorstand der Deutschen Bank unterstreicht die Notwendigkeit privater Finanzierungskonzepte und weiß wie kaum ein zweiter, wovon er redet, wenn es um die aktuellen Nöte von Stiftungen geht, die vieles Wünschenswerte in Frage stellen.

Gastgeber: Andreas Bomba

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