Der 1968 in Schluchsee geborene Theologe Julian-Chaim Soussan ist Rabbiner der Frankfurter Jüdischen Gemeinde. Im Leben jeder jüdischen Gemeinde und im Synagogengottesdienst steht die Tora, die hebräische Bibel, im Mittelpunkt.

Viele liebevolle und ehrbezeugende Rituale werden gepflegt: In jeder Synagoge findet sich eine prächtige, handgeschriebene Tora-Rolle, die hoch verehrt wird. Es gilt als Ehre, im Synagogen-Gottesdienst aufgerufen zu werden, um aus ihr zu lesen. Für jeden 13jährigen Jungen ist die Bar-Mitzwa, die Einführung in die Religionsmündigkeit, ein unvergessliches Erlebnis unter anderem deshalb, weil der Junge dann erstmals aus der Tora vorlesen darf.

Rabbi Soussan erzählt über den jüdischen Zugang zur Bibel und er berichtet im "hr2-Doppelkopf" auch, wie Rabbiner und Schriftgelehrte heute sogar zu aktuellen Kontroversen, bis hin zu schwierigen medizinethischen Fragen, auf die dreitausend Jahre alten Texte zurückgreifen und sie für heute auslegen.

Gastgeber: Klaus Hofmeister

Wiederholung eines Gesprächs vom Mai 2015.

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