Der Georgier Lasha Bakradze ist ein Mittler zwischen Ost und West. Georgien ist das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse. Das Land liegt zwischen dem Kaukasus und dem Schwarzen Meer, an der Schnittstelle zwischen Asien und Europa.

Lasha Bakradze ist 1965 in Tbilissi geboren, hat noch vor der Wende in Jena Germanistik studiert, war dann Student der Theologie in Bern, der Politologie in Potsdam und der Geschichte an der Humboldt-Universität in Berlin sowie in Wien. Er hat über die deutsch-georgischen Beziehungen im 1. Weltkrieg in Tiflis promoviert. Und er war nach der Unabhängigkeit Georgiens 1992 der erste georgische Journalist, der in Deutschland akkreditiert wurde. Er hat in vielen Filmen als Schauspieler mitgespielt, war Fernsehjournalist und Dozent an verschiedenen Hochschulen. Seit 2010 ist er Direktor des Giorgi-Leonidze Literaturmuseums in Tbilissi.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt Lasha Bakradze von der Geschichte Georgiens: vom Raub der Medea durch die Griechen, von der frühen Christianisierung im 4. Jahrhundert, von den vielen Besatzern, die durch das Land gezogen sind: Araber, Perser, Mongolen, Russen, die es immer wieder zerstört, aber auch geprägt haben. Er spricht über die Gegenwart, die Unabhängigkeit von Russland, die weiter schwelenden Konflikte mit dem mächtigen Nachbarn, über die Schwierigkeiten beim Aufbau des Landes und über die Besonderheiten der georgischen Literatur.

Gastgeber: Ruthard Stäblein

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