Die Trompete hat in Deutschland einen Namen: Ludwig Güttler. Es ist derselbe Musiker, der an der Spitze Gleichgesinnter für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche warb und 2004 die Wiedereinweihung erlebte.

Ohne ihn, ohne sein Renommee und ohne seine unermüdlichen Aktivitäten wäre das Werk nicht gelungen. Güttler hatte schon als Student in Leipzig 1968 miterleben müssen, wie Walter Ulbricht in einem kulturbarbarischen Akt die Paulinerkirche hatte sprengen lassen.

Die Dinge wiederherstellen – das ist ein Antrieb des 1943 im Erzgebirge geborenen Musikers. Zum Beispiel, Komponisten der Barockzeit, die nicht Johann Sebastian Bach heißen, dem Publikum zu empfehlen. Oder ein vergessenes Instrument, das Corno da caccia, nachbauen zu lassen, weil es zur Barockmusik idiomatisch dazugehört.

Güttler spielte bis 1969 im Händel-Festspielorchester Halle, bis 1980 in der Dresdner Philharmonie und gründete 1985 die Virtuosi Saxoniae. Dass er da schon in den Westen reisen durfte, verdankt der Träger des Nationalpreises der DDR (den er noch 1989 zurückgab) einem Trick, mit dem er die Behörden gewitzt aushebelte.

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Ludwig Güttlers neues Album im CD-Tipp

Edition Europa. Ein Kontinent durch die Musik geeint
Berlin Classics

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Aus Anlass seines heutigen 75. Geburtstages wiederholen wir ein "Doppelkopf"-Gespräch vom November 2015, in dem der "Trompeter der Einheit" von Dresden und von seiner Musik erzählt.

Gastgeber: Andreas Bomba

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