Matthias Jenny hat immer gewusst, was er am Palmengarten hat. Jedes Jahr wurde ihm das deutlich, wenn er die Leiter der anderen botanischen Gärten in Deutschland bei einer Konferenz traf. „Ich habe es besser als jeder andere“, dachte sich der langjährige Direktor des Frankfurter Parks ein ums andere Mal.

Im Februar 2018 ist Matthias Jenny in den Ruhestand gegangen. Der aus Arosa stammende Schweizer, der in Zürich Botanik studiert und zu Forschung und Lehre in Berlin, Hamburg und Bochum gelebt hatte, wollte sich 1995 für die Stelle als Leiter der Abteilung Garten, Wissenschaft und Pädagogik im Palmengarten bewerben.

Den Job bekam er, und zum Posten des Palmengartendirektors kam er dann wie die Jungfrau zum Kind: Drei Monate nach seinem ersten Arbeitstag legte seine Vorgesetzte Isolde Hagemann wegen früherer Stasi-Kontakte ihr Amt nieder. Und Jenny sollte die Nachfolge übernehmen.

"Da musste ich als introvertierter Mensch in große Fußstapfen treten", erinnert sich der 65-Jährige. Von nun an kümmerte er sich 20 Jahre lang um 30 Hektar Park und 150 Mitarbeiter, darunter 100 Gärtner. Matthias Jenny hat viel zu erzählen. Er wird in Frankfurt bleiben – ein Glück für beide: für ihn und die Stadt!

Gastgeberin: Sylvia Schwab

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