Seit 2012 gibt es in Frankfurt ein neues Max-Planck-Institut. Es erforscht "empirische Ästhetik". Die von Melanie Wald-Fuhrmann geleitete Abteilung beschäftigt sich mit Musik. Welchen Hörern gefällt welche Musik? Wie erleben Menschen Musik? Was macht sie mit ihnen?

Empirische Ästhetik erforschen - eine ambitionierte Aufgabe! Meint der erste Begriff doch Messbarkeit und Wissenschaft und der zweite sinnliches Erfahren und subjektive Wertung. Gesucht wird also ein Schnittpunkt von Geistes- und Naturwissenschaften. Konkret geht es um die Frage, was wem warum und unter welchen Bedingungen gefällt. Wie kommen Menschen zu ihren musikalischen Präferenzen, wie werden sie von ihnen geprägt, bleiben sie lebenslang erhalten oder ändern sie sich? Wie entwickelt sich Geschmack? Ist er individuell oder gruppenbezogen? Wie kam es zum globalen und kulturübergreifenden Siegeszug der Popmusik? So lauten nur einige Fragen.

Konkret geht es aber auch um das Musikhören, um Rituale des Konzertbesuchs, warum ein Publikum nur an bestimmten Stellen Applaus spendet und warum im Konzertsaal gehustet wird. Soziologie spielt eine Rolle, auch Psychologie, und natürlich ist auch die Musik an sich nicht ganz zu vernachlässigen …

Gastgeber: Andreas Bomba

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