Grenzen zu überwinden, das war Michael Blume gleichsam in die Wiege gelegt. Seine Eltern wurden Mitte der 70er Jahre durch die Bundesrepublik aus der DDR freigekauft.

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Zum Artikel Der Religionswissenschaftler Michael Blume spricht u. a. über Antisemitismus.

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Ein Jahr später wurde Michael Blume in Filderstadt geboren. Nach Abitur und Wehrdienst heiratete er Zehra, eine türkischstämmige frühere Mitschülerin.

Lange Jahre hat er sich im christlich-muslimischen und jüdisch-christlichen Dialog engagiert. Schon im Jahr 2000 organisierte er das erste jüdisch-christlich-islamische Abrahamsfest. Er schreibt Kabarett- und Theaterstücke. Und er bewegt sich gleichzeitig auf heiklem diplomatischen Parkett: 2014 sorgte er im Auftrag des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann dafür, dass mehr als 1.000 bedrohte jesidische Frauen und Mädchen aus dem Nordirak nach Deutschland kommen konnten.

Seit 2018 ist er Antisemitismusbeauftragter der Baden-Württembergischen Landesregierung. "Der Antisemitismus bedroht uns alle", sagt Michael Blume. Internet und Soziale Medien verhelfen diesem alten Verschwörungsmythos zu neuer Blüte. "Nur wenn wir ihn begreifen und bekämpfen, haben Friede, Rechtsstaat und Demokratie eine Chance".

Gastgeber: Lothar Bauerochse

Weitere Informationen

Buchangaben

Michael Blume: Warum der Antisemitismus uns alle bedroht. Wie neue Medien alte Verschwörungsmythen befeuern
Patmos Verlag, 208 Seiten, 19 Euro

Die Lebensgeschichte von Michael Blume wird erzählt in:
Andreas Malessa: Eine Blume für Zehra. Liebe bis zu den Pforten der Hölle
bene! Verlag, 224 Seiten, 18 Euro

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