"Ein Mann ist nicht zu fassen" - In den hessischen Feuilletons des letzten Jahrzehnts im vergangenen Jahrhundert wurde Michael Quast als bester Geräuschimitator des deutschen Kabaretts gefeiert.

Gleichzeitig belebte er Jacques Offenbachs Oper "Pariser Leben" mit viel Erfolg als "Frosch". Er gab den wirbelnden Quasselmoderator in einer eigenen Radio Show, tourte durch alle Kleinkunstbühnen Westdeutschlands und landete vor vielen Jahren zur Freude der Hörer auch im Hessischen Rundfunk.

Michael Quast hatte dabei stets den Schalk im Nacken und die Kritik des Zeitgeistes auf der Zunge. Kein Wunder, hatte Michael Quast doch nach der Schauspielschule in Stuttgart bei der Grand Dame des Nachkriegskabaretts, Lore Lorentz, im Düsseldorfer Kom(m)ödchen gelernt.

Eigentlich wollte Quast nach Freiburg und blieb in Frankfurt am Main hängen. Zunächst im Schauspiel von Intendant Günther Rühle, dann im Frankfurter Theater am Turm und schließlich im Volkstheater. Das Hessische wurde für den Heidelberger Herzensheimat. In Wolfgang Deichsel fand er einen, der ihm kluge Texte schrieb, und eroberte sich die Werke von Molière. Später brachte er zusammen mit Rainer Dachselt die Komödie "Der Alchemist""von Ben Johnson auf seine Fliegende Volksbühne.

Da hatte Quast schon längst fünf Kinder und ein Volkstheater, samt eines überregional bekannten Festivals in die Welt gesetzt: Alljährlich findet "Barock am Main" dort statt, wo sich die Nidda in den Main ergießt… Und nun kämpft der Impresario der "Fliegenden Volksbühne Frankfurt" um ein Nest.

Gastgeber: Jochanan Shelliem

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