Nino Haratischwili ist in diesem Jahr der Fixstern des Gastlands Georgien auf der Frankfurter Buchmesse. Sie übersetzt aus dem Georgischen ins Deutsche, sie bringt jüngere Autoren aus beiden Ländern zusammen, und sie wird auch die Eröffnungsrede auf der Frankfurter Buchmesse halten. Aber vor allem ist die Georgierin Nino Haratischwili zu einer der wichtigsten deutschen Romanautorinnen und Dramatikerinnen geworden.

Nino Haratischwili ist in Tiflis geboren, leitete schon mit 17 Jahren in Georgien eine deutsch-georgische Theatergruppe, studierte Theater- und Filmwissenschaften in der georgischen Hauptstadt und ging dann mit 20 Jahren an die Theaterakademie nach Hamburg, wo sie bis heute lebt.

Mit ihrem Romandebüt "Juja" (2010) stand Haratischwili auf der Longlist des Deutschen Buchpreises sowie der Shortlist des ZDF-aspekte-Literaturpreises. Ihr zweiter Roman "Mein sanfter Zwilling" (2011) wurde mit dem Preis der Hotlist der unabhängigen Verlage ausgezeichnet. Sie erzählt darin, wie eine Frau aus ihrer bürgerlichen Ehe ausbrechen will. Ihr dritter Roman "Das achte Leben. (Für Brilka)" wurde vom Hamburger Thalia-Theater inszeniert - ein hundertjähriges Familiendrama vor dem Hintergrund der historischen Tragödie Georgiens.

In diesem September wird nun der vierte Roman von Haratischwili erscheinen, den die ARD-Kultursender bereits vorab als Lesung im "ARD Radiofestival" (ab 16. Juli) senden werden. Haratischwili umkreist in ihrem neuen großen Roman "Die Katze und der General" den Ersten Tschetschenienkrieg von 1994 – 96, in dem ein russischer Oligarch in seinem neuen Leben in Berlin von seiner Vergangenheit als junger Soldat eingeholt wird.

Im "hr2-Doppelkopf" geht es um Nino Haratischwilis Herkunft aus Georgien und ihre Entwicklung zu einer deutschen Schriftstellerin und Dramaturgin, um ihre Begabung, die aktuelle politische Geschichte ohne Angst vor Pathos mit persönlichen Schicksalen zu verweben.

Gastgeber: Ruthard Stäblein

Weitere Informationen

Nino Haratischwili: "Die Katze und der General", Frankfurter Verlagsanstalt, Preis: 30,- Euro
(Erscheint am 31. August)

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