Rainer Hermann ist ein Kenner der arabisch-islamischen Welt. Schon als Student faszinierte ihn die fremde Welt des Orients.

Er begann neben einem Studium der Volkswirtschaft deshalb auch eines der Islamwissenschaft. Heute spricht er fließend Arabisch, Persisch und Türkisch. Fast ein Vierteljahrhundert hat er als Nahostkorrespondent in Kuwait, in Istanbul und zuletzt in Abu Dhabi gelebt, erlebte den Einmarsch der Iraker in Kuwait, saß in Kriegsgefangenschaft in Bagdad, wurde, als die Menschen sich in Ägypten gegen Mubarak erhoben, nach Kairo geschickt.

20 Jahre hat er für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" von dort berichtet und ist auch heute noch Redakteur bei der FAZ. Gerade erscheint sein neues Buch "Arabisches Beben", in dem er die "wahren Gründe" für die Krisen im Nahen Osten aufzählt.

Er beschreibt das Scheitern der postkolonialen Nationalstaaten, das Auseinanderbrechen von Gesellschaften und regionalen Ordnungen - alles destruktive Prozesse, die noch lange nicht abgeschlossen sind. Lediglich die Golfstaaten seien ein Vorbild dafür, wie Islam und Moderne miteinander vereinbar seien.

Gastgeberin: Ingeborg Breuer

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Buchhinweis:

Rainer Hermann: "Die wahren Gründe der Krise im Nahen Osten", Verlag Klett-Cotta 2018,
Preis: 16,95 Euro

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