Dirigenten sind Führungskräfte. Von ihnen kann man einiges lernen, findet Raphael von Hoensbroech, und stellt Manager aus der Wirtschaft vor Orchester, damit sie Kommunikation üben.

Beide, findet der gelernte Musiker und Unternehmensberater, profitieren voneinander, wenn sie aufeinander zugehen, ihre verschiedenen Verantwortungen akzeptieren und mit - nicht gegen - einander arbeiten. Dirigenten stehen vor ihren Orchestern, mit Blick zu den Musikern und dem Rücken zum Publikum. Die Musiker sollen aus Noten inspirierende Musik machen, das Publikum soll gespannt zuhören. Im besten Fall entsteht ein bewegendes Konzert.

Geht es in der Wirtschaft nicht ähnlich zu? Führungskräfte, Manager müssen ihr Team motivieren, herausragende und innovative Produkte herzustellen oder Dienstleistungen anzubieten, die zufriedene Kunden in Anspruch nehmen und erwerben. Beide Szenarien haben mit Kommunikation zu tun, dem – gleichwohl hierarchisch geordneten – Miteinander von Management und Belegschaft. Autoritäre Befehlsstrukturen sind passé.

Raphael von Hoensbroech, Jahrgang 1977, stellt Manager vor Orchester und lässt sie den Kommunikationsprozess üben. Seine "Leading and Conducting" genannten Seminare fanden großen Zuspruch. Wie oft der promovierte Musikwissenschaftler Hoensbroech sie noch anbieten kann, steht in den Sternen, denn im vergangenen Herbst hat er die Intendanz des Konzerthauses Dortmund übernommen.

Gastgeber: Andreas Bomba

Wiederholung eines Gesprächs vom Mai 2018.

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