Rote Haare, scharfer Verstand, Wagemut, Witz und viel Selbstbewusstsein – Regina Ziegler ist unverwechselbar. Seit über 40 Jahren schreibt sie Filmgeschichte und scheute weder Widerstände noch Kritik in einer von Männern dominierten Branche.

Als "Mädchen für alles" beim SFB hat sie sich zur Produktionsassistentin hochgearbeitet. Mit Ende 20 gründete sie dann ihre erste eigene Film-Produktionsfirma, die Bärenfilm. Ziegler wurde in dieser männerbesetzten Branche zur ersten Filmproduzentin Deutschlands.

Aufgeben? Niemals! Das Leben von Regina Ziegler ist geprägt von mutigen Entscheidungen, bitteren Niederlagen und überwältigenden Erfolgen. Immer wieder ist die Grande Dame des Deutschen Films aufs Ganze gegangen, hat mit den bedeutendsten Regisseuren gearbeitet, Schauspieler zu Stars gemacht, weltweit Auszeichnungen erhalten und die deutsche Kulturlandschaft geprägt. Von Berlin aus ging es nach New York und in die ganze Welt. Inzwischen ist Ihre Tochter Tanja Ziegler Mitinhaberin der Ziegler-Film. Das Unternehmen hat mehr als 40 Mitarbeiter und hat rund 500 Filme für TV und Kino produziert. Ziegler-Film gehört zu den erfolgreichsten Filmproduktionsgesellschaften in Europa.

Vor ein paar Jahren erfüllte sie Ziegler einen kleine Traum: Sie kaufte das Kino „Film-Kunst 66“, das nach den Plänen ihrer Tochter Tanja liebevoll saniert wurde. In diesem Kino lief 1973 der erste von ihr produzierte Film: "Ich dachte, ich wäre tot". Heute steht jeden Freitag der Fassbinder-Streifen "Kamikaze 1989" auf dem Programm.

Regina Ziegler ist 1944 in Quedlinburg geboren. Nach der Flucht mit Mutter, Schwester und den Großeltern, wuchs sie im Weserbergland auf. Nach dem Abitur zog sie nach Berlin.

Heute wird die "Film-Fach-Frau" 75 Jahre alt. Im "hr2-Doppelkopf" gibt sie Einblicke in ihr Leben und hinter die Kulissen ihres Berufs.

Gastgeberin: Karin Röder

Wiederholung eines Gesprächs vom Januar 2018

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Hinweis:

Regina Ziegler: "Geht nicht gibt's nicht. Mein filmreiches Leben". C. Bertelsmann Verlag 2017, Preis: 22,- Euro

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