Eine flammende Liebeserklärung an die Freiheit und ein Appell, diese Freiheit mit Blick aufs Grundgesetz zu verteidigen – darum geht es der ehemaligen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am "Tag des Grundgesetzes".

Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft. Ein schlankes Heft mit nur 146 Artikeln hatte der Parlamentarische Rat formuliert. Es sollte einen Rahmen bilden für einen freiheitlichen Rechtsstaat und solange gelten, bis das gesamte deutsche Volk "in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands" vollenden würde. So steht es im Vorwort, der Präambel. Und weil alles nur vorläufig gelten sollte, wählten die 66 Männer und vier Frauen anstelle des üblichen Begriffs "Verfassung" das weniger pathetische Wort "Grundgesetz".

Siebzig Jahre später und dreißig Jahre nach der deutschen Vereinigung ist es dabei geblieben. Die Artikel haben sich allerdings ebenso vermehrt wie die in ihnen formulierten Staatsziele; während technische Entwicklungen hier die Persönlichkeitsrechte in Frage zu stellen drohen, wird dort Kritik laut an fehlenden Möglichkeiten, mit Volksabstimmungen direkt mitzuwirken am politischen Geschehen. Und manchmal scheint es, als erlahme der Wille zur Freiheit zugunsten eines alles regelnden Staates. In dieser Situation hat Sabine Leutheusser- Schnarrenberger ein aufrüttelndes Buch geschrieben. "Angst essen Freiheit auf" plädiert dafür, dass und „warum wir unsere Grundrechte schützen müssen“. Über den Neuanfang und die Zukunft des demokratischen Lebens in Deutschlands unterhält sich die ehemalige Bundesjustizministerin am "Tag des Grundgesetzes" im "hr2-Doppelkopf" mit Andreas Bomba.

Der ursprünglich geplante "hr2 Doppelkopf" mit Thomas Duve wird am 11. Juni 2019 gesendet.

Gastgeber: Andreas Bomba

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