Als dramatischer Mezzosopran ist die Frankfurter Sängerin Tanja Ariane Baumgartner abonniert auf die starken, gebrochenen Frauen in der Oper: die Amme, Fricka, Ortrud und ganz aktuell auch Kundry. Das sind die mit der grauen Perücke, die das Zepter in der Hand haben - Schicksalsfrauen eben.

Tanja Ariane Baumgartner steht an einem wichtigen Punkt ihrer Karriere. Debütierte sie doch im vergangenen Jahr als Fricka bei den Bayreuther Festspielen im so genialen wie provozierenden Castorf-Jahrhundert-Ring. Damit ist der Weg als Wagner-Sängerin nun vollends geebnet: gegenwärtig singt sie eine sehr heroische Fricka in Chicago, als Kundry gibt sie in diesen Wochen ihr Rollendebüt an der Oper Antwerpen.

Der Schritt ins Wagner-Fach ist für jede Sängerin, für jeden Sänger eine große Sache in der Karriere: ein Risiko – hält die Stimme das auf Dauer aus? Aber auch eine Chance: man gehört zu den wenigen Experten, die das überhaupt können.

Im "hr2-Doppelkopf" spricht Natascha Pflaumbaum mit Tanja Ariane Baumgartner, die immer noch festes Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt ist, über die neue Wagner-Welt, über ihre Stimme und über die Frauen, die sie auf die Bühne bringt. Das Gespräch ist die Momentaufnahme einer Sängerin, die am Anfang von etwas ganz Großem steht.

Gastgeberin: Natascha Pflaumbaum

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