Der Installationskünstler und Holzschneider Thomas Kilpper schnitzte vor zwanzig Jahren Bilder in den Parkettboden der Sporthalle von Camp King in Oberursel. "Don't look back" - schau nicht zurück – so hat er diese Bilder betitelt.

In ihnen erzählt er von der Geschichte des Ortes, den die Nationalsozialisten als Kriegsgefangenenlager nutzten und die US-Armee für ihren Geheimdienst, aber auch von seiner eigenen Familiengeschichte. Thomas Kilpper, dessen Werke in internationalen Museen und Galerien gezeigt werden, ist in Stuttgart geboren, hat unter anderem in Frankfurt an der Städel-Schule studiert und lebt und arbeitet jetzt in Berlin und im norwegischen Bergen.

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Ausstellung

Thomas Kilpper
"Entwurzelt"
Galerie im Körnerpark, Berlin
bis 4. Juli

www.artatberlin.com

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Kilpper geht immer wieder an historische Orte, um deren Geschichte und ihre Folgen sichtbar zu machen. Und blickt nach vorne: ein Leuchtturm für Lampedusa gehört zu seinen großen Projekten. Thomas Kilpper sagt: "Solange Menschen ihr Leben aufs Spiel setzen und das Mittelmeer in 'Nussschalen' überqueren in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, müssen wir uns fragen: Was können wir tun?" Zusammen mit anderen will er auf Lampedusa einen Leuchtturm mit einem angegliederten Kunstzentrum bauen. Modelle dieses Leuchtturms zeigte er zum Beispiel in Brüssel und im vergangenen Sommer in Kassel.

Im "hr2-Doppelkopf" erzählt Thomas Kilpper, wie ihn seine eigene Geschichte geprägt hat, was ihn umtreibt, und warum seine aktuelle Ausstellung in Berlin 'Entwurzelt' heißt.

Gastgeberin: Regina Oehler

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