Ulrich Rasches Inszenierung des ältesten überlieferten Dramas überhaupt, "Die Perser" von Aischylos, machte in dieser Spielzeit bei den Salzburger Festspielen und am Schauspiel Frankfurt Furore und wurde im November mit dem renommierten Nestroy-Theaterpreis für die "Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum" ausgezeichnet.

Rasches Inszenierungen sind unverwechselbar: große Maschinerien - Walzen, Laufbänder, sich drehende Scheiben beherrschen den Bühnenraum, sie halten die Akteure in ständiger, schweißtreibender Bewegung - das Bild vom Rad der Geschichte drängt sich auf, das die Menschen zu zermalmen droht.

Dazu kommen präzise intonierende Sprechchöre und eine hypnotische Musik - Rasches Theater ist anstrengend, für Schauspielerinnen und Schauspieler ebenso wie für das Publikum. Doch wer die Herausforderung annimmt, erlebt einen Theaterabend, der unvergesslich bleibt. Und der für eine klare politische Haltung steht - ohne sie dem Zuschauer aufzudrängen.

Woher Ulrich Rasche seine Inspiration nimmt, was ihm William Forsythe oder Pina Bausch bedeuten, und warum er findet, dass Theater eine Zumutung sein muss - all das erzählt er heute im "hr2-Doppelkopf".

Gastgeberin: Ruth Fühner

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