1968 hatte sie sich der Pädagogik verschrieben, sie wollte eine andere Erziehung, bessere Kindergärten, Schulen.

Audiobeitrag

Podcast

zum Artikel Am Tisch mit Wilma Aden-Grossmann, "Kinderversteherin"

Ende des Audiobeitrags

In Berlin ist sie geboren, dort ist sie zur Schule gegangen, und dort hat sie auch die ersten Semester studiert. Dann lernte Wilma Aden ihren Mann Heinz Grossmann kennen. Die beiden zogen 1959 nach Frankfurt. Hier studierte auch Monika Seifert, älteste Tochter des Psychoanalytikers Alexander Mitscherlich.

Die beiden wurden Freundinnen. Außer Sympathie verband sie das Interesse an einer fortschrittlichen Pädagogik und die Kritik an der autoritären Erziehung in Familie, Schule und Kindergarten. Der galt zu dieser Zeit noch als Aufbewahrungsanstalt des Nachwuchses für Mütter in Not, mit großen Gruppen und schlecht ausgebildetem Personal. Für lediglich ein Drittel der Kinder zwischen drei und sechs Jahren stand ein Platz zur Verfügung. Das war von der Adenauer-Regierung durchaus so gewollt, denn Mütter sollten an den Herd, nicht auf den Arbeitsmarkt.

Monika Seifert gründete die erste repressionsfreie Kinderschule in Frankfurt, die Grossmanns machten mit. Später gründete Wilma Aden-Grossmann selbst die freie Kinderschule in Kronberg, wurde Professorin für Sozialpädagogik an der Universität Kassel, publizierte daneben viele Bücher, unter anderem eine Biografie über Monika Seifert, Pionierin der antiautoritären Erziehung in Deutschland.

Gastgeberin: Andrea Seeger

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit