Mit seinem Gedichtband "Chucks Zimmer" demonstrierte er 1974 eindrucksvoll, dass Alltagslyrik sehr wohl Bestsellerqualitäten besitzt- und mit seinen Reportagen übers Boxen oder das Schreiben schuf er erstklassige Doku-Literatur.

Lange galt der Münchner Superexzentriker Wolf Wondratschek als Inbegriff des freigeistigen Mansardenpoeten, der quer lag zum literarischen Mainstream der Siebziger- und Achtzigerjahre.

Doch Mitte der Neunzigerjahre schlug der 1943 in Rudolstadt geborene Dichter einen anderen neuen Ton in seinen Texten an: da, wo der Tag "früher mit einer Schusswunde begann", regierte plötzlich eine neue literarische Nachdenklichkeit - der einstige Pop-Poet hatte sich zum klassischen Erzähler gewandelt, und zog irgendwann von München nach Wien, wo er heute seinen 75. Geburtstag begeht.

Im "hr2-Doppelkopf" blickt der Autor auf seine wilden Jahre zurück - und auch auf die Gegenwart, in welcher der Autor es mit seinem Verlagswechsel von Hanser zu Ullstein noch einmal wissen will.

Gastgeber: Peter Henning

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Buchhinweis:

Wolf Wondratschek: "Selbstbild mit russischem Klavier", Ullstein-Verlag 2018, Preis: 22,- Euro

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